dings ähm . . . verstehste?!
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Trauerfeier am Freitag, 28. Januar 2011 um 14:00 h
auf dem Friedhof  St. Laurentius



Musik - Phil Collins "You'll be in my Heart"


Mitten im Leben wir sind vom Tod umfangen heißt es in einem alten Lied. Das ist eine bittere Erkenntnis, die uns auch heute wieder deutlich vor Augen geführt wird.

Wir sind zusammengekommen, weil wir Abschied nehmen müssen von JÜRGEN M. Geboren wurde er am 28. September 1957 in Schönebeck/Elbe, er verstarb am 5. Januar 2011 in Berlin, zuhause – im Alter von nur 53 Jahren.

Die vornehmste Aufgabe dieser Trauerfeier ist es, das Bild des Verstorbenen noch einmal vor uns erstehen zu lassen.Vor allem erinnern wir an ihn auf der Grundlage Ihrer Gedanken; Sie, Ehefrau und Tochter, haben, als wir dieser Tage im Gespräch beieinandersaßen, einen beeindruckenden Nachruf ja selber formuliert, als Sie von ihm erzählt haben:

- JÜRGEN M. war ein herzensguter Mensch

- er hat immer gegeben, nie genommen

- wie ein bester Freund war er immer für andere da

Diese Gedanken stehen hier sozusagen als Überschrift zu allem folgenden.

Zum Bild des Menschen gehören auch Krankheit und Sterben. Die Erinnerung an die letzte Zeit steht nur allzu deutlich vor Augen – wir wollen die Krankengeschichte hier gar nicht zu sehr vertiefen:

Am 30. April 2010 kam die schlimme Diagnose; an diesem traurigen Tag wurde auch seine Mutter beigesetzt. Man muss schon sehr stille werden, wenn man sich in einen Menschen hineinversetzen will, der zum Arzt geht, sich sagen lassen muss, Du bist schwer krank, mach’ dich auf einiges gefasst ... und was bedeutet es auch für die Menschen an der Seite, die alles hautnah miterleben?

JÜRGEN M. war tapfer; man hat ihm nicht angesehen, wie es um ihn stand. Er hat versucht, der alte zu sein; seinen Humor hat er lange behalten, doch dann ging alles nur noch bergab.

Er war fast die ganze Zeit zuhause seit August; zuhause ist er verstorben.Das heißt, er war nicht allein, er durfte bis zuletzt Ihre Nähe, Wärme und Liebe spüren – das ist und bleibt das Beste, was wir füreinander haben können.

Das ist ein wichtiges Thema, denn wir wissen alle nicht, wie alt wir einmal werden, in welcher gesundheitlichen Verfassung das sein wird, und ob wir dann auch Menschen um uns haben, die für uns da sein wollen.

Viele Themen müsste man ansprechen am Ende eines Lebens. Zunächst aber wenden wir uns den Menschen zu, die dem verstorbenen JÜRGEN M. besonders nahestanden.

Da ist zuvörderst seine Ehefrau; 1989 haben Simone und JÜRGEN M. geheiratet.

Die Eheleute hatten sich durch die Krankheit seiner Frau kennengelernt. Während eines Anfalls – mit Ihren Worten jetzt: „Da fing er mich nämlich auf, sonst wäre ich auf den Boden geknallt. Seitdem war er für mich mein „Doktor“ und kämpfte darum, dass die Anfälle zurück gehen (was seit 4 Jahren auch so ist). Hinzu kamen bei mir 4 OP´s an der Bandscheibe. Und nun, seit seiner Krebserkrankung drehte sich der Spieß um, und ich kämpfte um seine Gesundheit. Wie sagt man so schön? Gegensätze ziehen sich an!!!“

Ihnen, liebe Frau Mehner, gilt unser ganz besonderes Mitgefühl; den Gefährten des Lebens zu verlieren, das ist eine der traurigen Herausforderungen des Lebens. Und wie unser Herz damit fertig werden soll, hat uns bis jetzt keiner sagen können.

Für die Tochter Nadine steht die Frage nach der Bedeutung des Vaters für das eigene Leben im Raum.

Die Schwester Eva und der Bruder Klaus gehen in Gedanken am weitesten zurück in frühe Jahre; Kindheit und Jugend, das ist für alle Menschen eine wichtige und prägende Zeit.

Da sind seine besten Freunde Micha und Mario,

Nicole, Michas Tochter,
Dodo, langjährige Freundin von Nadine ......

man müsste nun viele Namen nennen aus dem Kreis der Familie, Freunde, Arbeitskollegen, Schulfreunde, man müsste Namen nennen aus all den Kreisen, wo ein Mensch sonst hingestellt war im Laufe des Lebens!

Allen, die um JÜRGEN M. trauern, möchte ich zunächst mein Mitgefühl zum Ausdruck bringen.

Und da sind nicht zuletzt die „Inciders“. Vor gut 10 Jahren sind Vater und Tochter zum ersten Mal zum Konzert gewesen – und seither ganz oft. So ist im Laufe der Zeit Freundschaft entstanden. Die Musik der Band hat er sehr genossen, sein irisches Bier dazu...

In der Trauer dürfen und müssen wir an uns selber denken. Da ist es etwas Wunderbares, dass wir über die Fähigkeit verfügen, uns zu erinnern. So haben Sie alle das Beste mitgebracht, um diese Trauerfeier auszurichten: das sind Ihre ganz persönlichen Gedanken und Erinnerungen.

Da all unser Reden nur Stückwerk ist, mag es gut sein, einfach einmal stille zu sein und Raum zu lassen für das, was Sie selbst im tiefsten Inneren bewegt. Die Musik, die ihm so gefallen hat, diese Musik soll uns dabei ein bisschen behilflich sein.

Musik - Inciders "Red is the Rose"

Nun ist Leben ja immer die Summe all dessen, was ein Mensch alles gesehen, erlebt und erfahren hat. Da ist es allemal eine gute Sitte, am Ende noch einmal miteinander Rückschau zu halten.

Wir wollen dies tun in aller gebotenen Zurückhaltung.Mit dem Blick aufs Ganze: wo fängt man an, wo hört man auf? Was war wirklich wichtig und wesentlich?

Am 28. September 1957 wurde JÜRGEN M. in Schönebeck/Elbe geboren.In frühen Jahren kam er schon nach Berlin, und seither lebte er in unserer Stadt.Es kam die Zeit, das Leben in die eigenen Hände, die eigene Verantwortung zu nehmen. JÜRGEN M. hatte seinen Beruf als Fräser gelernt, er hat immer in seinem Beruf gearbeitet, bis die schlimme Krankheit kam.

Was hatte JÜRGEN M. in seinen jungen Jahren an Hoffnungen, Wünschen und Träumen für die Zukunft? Am Ende steht auch die Frage: was hat sich erfüllt, was ist vielleicht offen geblieben? Und wie geht man mit den Herausforderungen des Lebens um? Gerade Letzteres ist eine Frage, die uns allen immer wieder sehr nahe kommt.

Nun sprechen alle unsere Gebräuche im Angesichte des Todes von unserer Sehnsucht nach Leben; Blumen und Kerzen wollen unseren Blick lenken auf all die Dinge, an denen JÜRGEN M. seine Freude hatte, was er gerne machte, was ihn aus dem Alltag heraushob.

- Mit Mario und Micha teilte er die Leidenschaft für die Dampflok. Da hat es viele diesbezügliche Unternehmungen gegeben: man ist miteinander hingefahren wo es etwas zu sehen gab, man hat Ausstellungen besucht, fotografiert, an Modellen gebastelt ... und die Sendung zur „Eisenbahn-Romantik“ hat er sich gerne im Fernsehen angeschaut. Und wenn er selbst mal verreist ist, dann eben auch dahin, wo es eine besondere Bahn gibt. Früher war er öfter in Kühlungsborn an der Ostsee.

- solange es die Gesundheit zuließ, hat er sich gerne mit dem Computer beschäftigt

- an Musik hatte er seine große Freude, er hat viele Schallplatten und CDs gesammelt. Dass er großer Fan der „Inciders“ war, haben wir ja schon angesprochen. Es ist ein bewegendes Bild, wie sie am 1. Advent für ihn zuhause gespielt haben, wie er mitgesungen hat, Spaß hatte – und übers ganze Gesicht gestrahlt hat.

Ein Wort darf heute gar nicht fehlen, das heißt DANKE.

Wir wollen dem verstorbenen JÜRGEN M. noch einmal aus tiefstem Herzen Danke sagen für alles, was er in seinem Leben geleistet hat, für alles, was er anderen Menschen bedeutet hat. Große Worte braucht es keine – Sie haben ihn gekannt und wissen, wofür das Wort DANKE steht.

JÜRGEN M. jedenfalls hat durch seine Art, anderen Menschen zu begegnen, seine Zeit zu nutzen, eine fulminante Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens gegeben.

Unsere Erinnerungen an ihn können wir zusammenfassen in die folgenden vier Zeilen, die wie für ihn geschrieben sind:

Dein Leben war ein großes Sorgen
war Arbeit, Liebe und Verstehen
war wie ein heller Sommermorgn
und dann ein stilles Von-uns-gehen.


Mir bleibt am Ende nur, Ihnen ein bisschen Trost und inneren Frieden zu wünschen im Miteinander und mit Ihren ganz persönlichen Gedanken und Erinnerungen, die hier sozusagen das letzte Wort behalten sollen.

Musik - Leonard Cohen "Dance me to the end of Love"

Am Grab:

Meine Rede für Papa..

Es ist schwer einen geliebten Menschen zu verlieren,
aber es ist tröstend zu erfahren, wie viel Liebe, Freundschaft
und Achtung ihm entgegengebracht wurde. Danke an alle,
die sich mit uns verbunden fühlen und ihre Anteilnahme in
so vielfältiger Weise zum Ausdruck brachten, sowie allen,
die ihn heute auf seinem letzten Weg begleiten.

Er war der beste Papa, den man sich hätte Wünschen können…
nun ist er leider viel zu früh von uns gegangen...
aber ich weiß, dass er nun von seinen Qualen erlöst ist.
Ihm geht es jetzt dort oben besser.. 

Hätten Menschen Etiketten, würde auf seinem stehen: 

Material: einmalig
Art: herzlich
Farbe: erfrischend
Preis: unbezahlbar
Herzgrösse: XXL 


Als die Kraft zu Ende ging
war`s kein Sterben, war`s Erlösung. 


In meinem Herzen wirst du immer weiter leben.
Ich bin stolz deine Tochter zu sein!
Schlaf Schön und gib Acht auf uns...

Musik - Unheilig "An deiner Seite"

Erdwurf...






 

 
   
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